Cold Brew vs. Cold Drip

Passend zum Sommer dieses mal ein „kühleres Kaffeethema“. Sicher habt ihr schon mal von „Cold Brew“ oder „Cold Drip“ Coffee gehört. Was ist das eigentlich? Gibt es einen Unterschied? Und wieso sollte man Kaffee überhaupt kalt „brühen“? Diesen Fragen gehen wir heute auf den Grund.

Der „Unterschied“

Cold Brew und Cold Drip Coffee werden beide wie der Name schon vermuten lässt mit kaltem Wasser zubereitet. Bei Cold Brew werden die Grob gemahlenen Bohnen zusammen mit Wasser in ein Gefäß gefüllt. Dieses Gefäß kommt dann für gut 12 Stunden in den Kühlschrank. Nach dem Filtern ist ein leckerer kalter Kaffee fertig. Zur Zubereitung später mehr.

Beim Cold Drip kommt der gemahlene Kaffee meistens in einen Zylinder mit Filter darunter. Unter dem Filter befindet sich dann natürlich ein Auffanggefäß. Darüber ein mit (kaltem(!)) Wasser gefüllter Teil. Dieser hat i. d. R. einen kleinen Hahn, mit dem die Flussgeschwindigkeit des Wassers geregelt werden kann. Die Zubereitung dauert zwischen drei und vier Stunden.

Warum?

Diese Frage ist eigentlich recht einfach zu beantworten. Am Ende kommt natürlich ein leckerer Kalter Kaffee heraus, allerdings muss dafür je nach Zubereitungsmethode entweder ca. 4 Stunden oder fast ein halber Tag gewartet werden. Durch die langsame und schonende Extraktion, werden aber wesentlich weniger Säuren und Bitterstoffe gelöst. Wesentlich weniger, denn so zubereiteter Kaffee hat in etwa 70% weniger dieser Stoffe. Dies hat zur Folge, dass der Kaffee viel Milder und Fruchtiger schmeckt. Ideal also für heiße Sommertage!

Kaffee, der im Cold Drip-Verfahren „hergestellt“ wird, ist Geschmacksintensiver. Oft wird er auch mit Wasser oder Tonic Water gemischt. Mir persönlich schmeckt die Kombination aus Kaffee und Tonic Water so gar nicht, aber viele mögen es, vielleicht ist es auch etwas für euch?

Wie?

Wie wird Cold Brew oder Cold Drip denn nun zubereitet? Bei beiden Variationen werden die Bohnen relativ grob gemahlen. Etwas gröber als bei der French Press, dann seid ihr auf dem richtigen Weg.

Cold Brew: Diese Variation geht eigentlich ganz einfach. Es reicht ein Glas mit Schraubverschluss, alternativ z. B. ein Brewer von Hario(*), aber auch eine French Press(*) eignet sich ganz gut dazu. Bei ersteren müsst ihr den Kaffee noch Filtern, bevor ihr ihn trinken könnt. Bei letzterem ist der Kaffee sowieso bereits in einem Edelstahlfilter. In das Glas (oder den Filter des Brewers) kommen die gemahlenen Bohnen. Danach das Gefäß mit Wasser auffüllen und so für rund 12 Stunden in den Kühlschrank.

Cold Drip: Für Cold Drip braucht ihr ein entsprechendes „Gerät“. Ich habe durchaus schon die ein oder andere selbstgebaute Lösung gesehen. Persönlich nutze ich aktuell aber den Dripster(*), zu dem ich hier schonmal ein paar Worte geschrieben habe. Solche Gerätschaften bestehen meistens aus drei Teilen. Einem Auffangbehälter, einem Filter und einem Wasserbehälter. In den Filter kommt der Grob gemahlene Kaffee. In den Wasserbehälter – wie der Name schon sagt – das Wasser, am besten mit Eiswürfeln, damit es auch richtig kalt ist. Die Tropfgeschwindigkeit solltet ihr auf ca. 1 Tropfen/Sekunde einstellen. Nun heißt es wieder warten. 3 – 4 Stunden später ist der leckere Cold Drip fertig.

Fazit

Mit Cold Brew und Cold Drip gibt es zwei Möglichkeiten, erfrischenden kalten Kaffee zu zubereiten. Leider dauert es mehrere Stunden, bis der so „gebrühte“ Kaffee fertig ist, dafür habt ihr ein ganz neues Geschmackserlebnis. Außerdem hält sich der Kaffee im Kühlschrank ein paar Tage, ihr könnt also gleich eine größere Menge auf einmal machen. Ich mache mir regelmäßig Cold Drip. Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr vllt. sogar eigene Rezepte? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen!

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