Apple Watch Series 5

Über die Apple Watch gibt es bereits ein paar Beiträge hier im Blog. Bisher habe ich eine Series 3 verwendet. Diese muss dieses Jahr einer Series 5 weichen. Ich möchte ein wenig meine Eindrücke mit euch teilen. Letztes Jahr habe ich die neue Version der Apple Watch ausgelassen – es waren mir einfach nicht genug Neuerungen um so viel Geld in die Hände zu nehmen, nur damit ich ein größeres Display und ein paar neuere Watchfaces habe. Bis auf die EKG-Funktio, einen etwas schnelleren Prozessor und ein größeres Display war die Uhr ansonsten gleich.

Und was hat sich bei der Series 5 geändert?

Nun, um ehrlich zu sein unterscheidet sich die neue Uhr auch nicht wirklich von der alten. Bis auf eine „Kleinigkeit“. Die Apple Watch der neuesten Generation hat mit der neuesten Version ein Always on Display spendiert bekommen. Und Apple verspricht trotzdem die Übliche Akkulaufzeit von 18 Stunden. Ich habe mich also entschlossen, dieses Jahr, nach 2 Jahren mit der Series 3 umzusteigen. Und möchte euch meine ersten Eindrücke mitteilen.

Wer generell etwas zum Thema Sport & Tracking, etc. zur Apple Watch lesen möchte, kann gerne diesen Artikel lesen. Dort habe ich die Apple Watch (Series 3) mit der Garmin Fenix 3 verglichen.

Verpackung

Verpackungen kann Apple und die neue Watch macht damit keine Ausnahme. Zwar kenne ich die Verpackung vom Vorgänger nicht, aber sie wird ähnlich gewesen sein. Der größte Unterschied bei der neusten Version ist wohl, dass die Armbänder „extra“ sind. Früher gab es verschiedene Bundles der Apple Watch mit den entsprechenden Bändern. Wollte man ein anderes dazu man dieses extra gekauft werden. Nicht so bei der diesjährigen Version. Im „Apple Watch Studio“ kann die Uhr nach den eigenen Vorstellungen zusammengestellt werden – mit dem entsprechenden Armband. Die äußere Verpackung beherbergt schließlich 2 Packungen. Einmal die Apple Watch und einmal das Armband.

Die Uhr selbst ist in einer kleinen Stofftasche eingepackt. Bei der Space Grey-Version ist es ein dunkles Stofftäschchen, bei der Silbernen Version ein graues. Schön, dass Apple auf solche kleinen Details achtet. Ebenfalls wie immer mit dabei: Das Ladekabel (mit USB-A-Ende) und das übliche 5 Watt Netzteil.

Darunter befindet sich dann die dünnere Verpackung, welche das ausgewählte Armband enthält.

Einrichtung und erster Eindruck

Wer selber ein Apple Watch besitzt, der kennt den Prozess mit der Einrichtung. Uhr starten, am Handy die Watch-App öffnen und das Muster, welches von der Uhr „wiedergegeben“ wird mit der Kamera einfangen. Danach dauert es eine ganze Weile, bis sich die Uhr mit dem Handy synchronisiert hat. Wer von einer älteren Watch kommt, kann ein Backup einspielen und hat danach quasi die gleiche Uhr. An der Uhr hat sich im großen und ganzen auch nicht viel geändert. Für mich, der von der Series 3 kommt, hat sich nur der Herzfrequenzsensor, das Display, sowie die Größe geändert.

Akkulaufzeit

Der wohl wichtigste Punkt, bei der neuesten Generation der Apple-Uhr. Viele sind wie auch ich Anfangs sicher skeptisch, ob der Akku in Kombination mit einem Alway-On-Display einen ganzen Tag durchhält. Ich für meine Verhältnisse kann sagen: Ja. Apple verspricht 18 Stunden Batterielaufzeit, unter bestimmten Bedingungen, die Apple getestet hat. Dazu zählen z. B. 90 Aktivierungen der Uhr, 90 Benachrichtigungen, 45 Minuten Training, usw. wer das ganze jetzt im Detail wissen will, kann es hier nachlesen.

Diese Werte kann ich in etwa bestätigen. Wobei ich Fairerweise auch sagen muss, dass ich mit der aktuellen Version meist nur noch knapp durch den Tag komme. An einem Tag wie heute: Ich habe Frei, und habe die Uhr erst um halb 10 angelegt. Dann den Tag über diverse Benachrichtigungen und die Uhr normal benutzt, ein Gehtraining von einer knappen Stunde (mit Handy) und ich habe jetzt um 23:30 Uhr noch ziemlich genau 50% Akku über.

An einem Arbeitstag wird es allerdings knapper. Da lege ich die Uhr um spätestens halb 6 an. Über den Tag bekomme ich natürlich wieder diverse Benachrichtigungen und Abends dann noch ein Geh- oder Lauftraining. Wenn ich laufen gehe, lasse ich das Handy meist auch zu Hause und Streame dann mit der Uhr Musik. GPS, Herzfrequenz, LTE und Bluetooth-Verbindung sind dann für so einen kleinen Akku natürlich wahre Stromfresser. An einem solchen Tag habe ich um 11 Uhr Abends meist nur noch 10-15% Akku. Aber die von Apple angegebenen 18 Stunden schaffe ich.

Notfalls kann das Always-On-Display auch deaktiviert werden. Damit spart man über den Tag auch nochmal zwischen 15 und 30% Akku. An die 2-3 Tage Laufzeit meiner alten Series 3 komme ich allerdings lange nicht.

Interessant wird es aber dann erst, wenn der Akku älter wird und an Leistung verliert. Wenn ich jetzt an einem Arbeitstag, an dem ich auch laufen gehe gerade so über den Tag komme, wird es interessant, wie es sich mit älter werdendem Akku verhält. Aber ich werde euch dazu natürlich auf dem laufenden halten.

LTE

Da ich mich dieses Jahr für die Mobilfunk-Variante entschieden habe, kann ich euch an meinen Erfahrungen, die ich bisher damit gesammelt habe teilhaben lassen. Um das LTE-Modul der Uhr zu verwenden muss erstmal die eSim aktiviert werden. Das ist denkbar einfach und wird gleich beim Einrichtungsprozess abgefragt. Alternativ kann die eSim aber auch Später über die Watch-App aktiviert werden.

Allerdings funktioniert das in Deutschland aktuell nur bei 3 Anbietern: Telekom, Vodafone und O2. Außerdem werden i. d. R. 5€ zusätzlich im Monat für die Verwendung der eingebauten Sim fällig. Aber macht das überhaupt Sinn? Das muss jeder selber für sich entscheiden.

Ich gehe in der Woche aktuell 2-3x laufen. Und eigentlich will ich nicht jedes mal mein Handy mitnehmen, weil mich diese Armhalterungen stören. Wenn aber irgendwas sein sollte, ist es praktisch, wenn man es dabei hat um im Notfall irgendjemanden anzurufen. Dieses Problem erledigt sich damit. Meine Uhr habe ich sowieso immer am Arm, weil ich das laufen ja sowieso Tracke. Durch das eingebaute Mobilfunkmodul habe ich außerdem ein Gerät dabei, mit dem ich im Notfall jemanden anrufen kann.

Außerdem kann auch die Uhr Musik Streamen. Bluetooth-Kopfhörer vorausgesetzt, können diese mit der Uhr verbunden werden. Diese kann dann entweder bereits gespeicherte Musik wiedergeben oder Musik über das Internet Streamen. Leider funktioniert dies aktuell nur mit Apple Music. Da aber mit watchOS 6 die Streaming-API geöffnet wurde, zieht Spotify da hoffentlich bald nach.

Übrigens werden auch Benachrichtigungen vom iPhone auf die Uhr übertragen, auch wenn dieses zu Hause liegt. Wichtige (Whatsapp-) Benachrichtigungen bekommt man somit trotzdem und kann kurz mit einem Emoji oder Siri darauf antworten, was in meinem Test ganz gut klappte.

Fazit

Bei der Series 5 handelt es sich um eine gelungene Weiterentwicklung der Series 3. Nein, das war kein Vertipper, ich meine wirklich Series 3. Zwar hält der Akku leider nicht mehr so lange, dafür hat die Uhr ein größeres Display, ist etwas Flacher geworden und hat ein Alway-On-Display. Trotzdem kommt man i. d. R. gut durch den Tag. Wer bereits eine Series 4 hat, braucht meiner Meinung nach nicht umzusteigen. Wieder Geld dafür auszugeben, nur um ein Display zu bekommen, dass immer an ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Wer mehr als einen Tag Akkulaufzeit möchte, sollte aber trotzdem besser zur Series 3 greifen. Und wer bereits eine Series 4 hat, der sollte wohl noch ein Jahr warten. Das Always-On-Display ist cool, keine Frage, aber der „Armhebemechanismus“ funktioniert so gut, dass es nicht unbedingt gebraucht wird.

Für mich sprach die Kombination aus größerem Display, Immer an-Display und LTE-Chip dafür, nach zwei Jahren upzugraden. Ich schiele schon länger auf eine Apple Watch mit LTE-Funktionalität und dieses Jahr habe ich mir die entsprechende Version gekauft.

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