Nike+ Run Club ausprobiert

Seit rund 2,5 Jahren gehe ich mittlerweile regelmäßig zum laufen. Okay, letztes Jahr war das Laufpensum etwas geringer, aber dieses Jahr sind meine Frau und ich wieder „gut im Rennen“. Als ich mit dem Laufen angefangen habe, habe ich die Runtatic-App am iPhone verwendet, gepaart mit einer Pebble Steel.

Schnell war allerdings klar, dass ich in Zukunft mehr laufen will. Der Wunsch nach einer Uhr mit integriertem GPS, damit nicht immer das Handy mit muss wurde deswegen immer Größer. Nach einiger Zeit habe ich mich dann dazu entschieden mir eine Fenix 3 zu kaufen. Die 5er gab es damals noch nicht und die 3er war in meinen Augen eine der schönsten Sportuhren – wenngleich auch sehr groß.

Nach fast einem Jahr habe ich mich wie hier beschrieben dazu entschieden, eine Apple Watch auszuprobieren. Bei dieser bin ich auch geblieben. Während die Garmin Fenix 3 allerdings sehr viel Daten beim Laufen erfasst hat, liefert die Apple Watch zwar die wichtigsten, aber ein paar Sachen habe ich allerdings doch vermisst, weshalb ich die Nike+ Run Club-App ausprobiert habe.

Laufen im Freien
Als erstes ein paar Worte zum laufen im Freien. Das ist ja der Hauptanwendungszweck. Wie auch die Apple-Eigene App wird hier erstmal ein 3 sekündiger Countdown gestartet, dann geht es los. Auf der Uhr sieht man groß die Kilometer. In kleinerer Schrift wird der aktuelle Pace oder der Durchschnittspace angezeigt. Ebenfalls steht auf dem Display wie lange man schon unterwegs ist, die Uhrzeit und falls eingestellt auch die Herzfrequenz.

Hier habe ich die erste Kleinigkeit, die mich persönlich stört. Ich hätte gerne den aktuellen und den Durschnittspace gleichzeitig angezeigt. Scheinbar geht dies aber bei der Nike+ Run Club-App nicht.

Laufbandtrainging
Hier verhält es sich eigentlich ziemlich ähnlich wie bei der Apple-App selbst. Man sollte erst ein paar mal draußen gelaufen sein, damit der eigene „Laufstil“ erkannt wird. Damit funktioniert dann auch das Laufbandtracking ziemlich genau, was mich nach wie vor fasziniert und sehr gut gefällt.

Rundenzeiten
Bei der Nike-App gibt es zwei Möglichkeiten, um die Rundenzeiten bekannt zu geben. Standardmäßig gibt Nike diese per Sprachausgabe an. Nach jedem gelaufenen Kilometer sagt einem eine weibliche Stimme, die aktuelle Kilometeranzahl, den Durchschnittspace, sowie die Gesamtzeit. Wird die Sprachausgabe deaktiviert, vibriert die Apple Watch nach jedem Kilometer leicht, sowie es auch Apple selber macht. Allerdings habe ich das Gefühl, dass hierbei „Markante Haptik“, falls diese eingestellt ist ignoriert wird, weshalb ich die kurze Vibration meistens gar nicht mitbekomme. Die Sprachausgabe hört man dafür z. B. bei Gegenwind so gut wie kaum.

Ausrüstung, Community, Coach und Live-Anfeuerungen
Was mir besonders gut gefällt und was mir bei der Apple-Eigenen App immer schon gefehlt hat, ist die Möglichkeit, Ausrüstung festzulegen. Hier können die Laufschuhe angelegt werden und nach jedem Lauf wird über die App eingetragen, welcher Schuh verwendet wurde. Somit hat man immer den Überblick, wie viele Kilometer die Schuhe bereits runter haben.

Community wird bei Nike groß geschrieben. So gibt es wöchentliche und monatliche Challenges, in denen sich jeder mit der großen Community vergleichen kann. So gibt es z. B. jede Woche die 15km Challenge, sowie jeden Monat die 50km Challenge. Dabei bekommt man jedes mal eine neue Auszeichnung, die sich hauptsächlich in der Farbe von der vorherigen unterscheidet.

Ebenso wird ein Coach bereit gestellt. Dort gibt man sein Lauflevel an, oder worauf hintrainiert wird und die App erstellt einen Trainingsplan, wie man das persönliche Ziel am besten erreicht.

Es können ebenfalls so genannte „Live-Anfeuerungen“ aktiviert werden. Freunde erhalten dann eine Benachrichtigung, wenn ein Lauf gestartet wird und können Anfeuerungen schicken. Das habe ich leider nicht getestet und kann deswegen auch nicht sagen, wie das ganze aussieht.

Lauflevel, Erfolge und Motivation durch die App
Wie so oft, spornt ein wenig Gamification natürlich immer an. So gibt es auch hier viele Erfolge. Läuft man 3, 4, 5 und 6 Wochen in Folge jeweils mindestens ein mal, bekommt man jedes mal einen Erfolg. Oder auch für den ersten 5 und 10 Kilometerlauf. Jedenfalls gibt es eine große Menge an Erfolgen.

Das Lauflevel ist eine „Farbe“ und richtet sich einfach nach der Anzahl der insgesamt gelaufenen Kilometer, wobei es ab dem zweiten Lauflevel Meilensteine gibt. So startet man z. B. beim Lauflevel Gelb. Danach kommt Orange. Bei 15.000 gelaufenen Kilometern ist dann der maximale Level „Volt“ erreicht.

Motivation durch die App? Genau. Die App versucht euch nämlich immer ein wenig zu motivieren. Nach jedem Training kommt ein kurzer Spruch wie „Genießen, Ausruhen und Weitermachen!“. Außerdem erhält man öfter Push-Benachrichtigungen wie „Na, laufen wir heute wieder?“ oder „Dein letzter Lauf ist eine Woche her, geh Raus und lauf ne Runde“.

Datenübernahme in die Aktivitätenapp
Was ebenfalls positiv zu erwähnen ist, ist die Datenübernahme. So werden die gesammelten Daten automatisch an die Aktivitäten-App übergeben. Hier fehlen allerdings ein paar Sachen. So wird z. B. nur eine Rundenzeit für den ersten Kilometer angezeigt. Außerdem wird die gelaufene Strecke nicht übernommen. Das kann man zwar alles in der Nike-Eigenen-App nachsehen, wenn schon Daten übernommen werden, wäre es aber trotzdem schön, wenn alles übernommen wird.

Außerdem zählen entsprechende Trainings nicht zu den Auszeichnungen. Die Daten werden weder bei der „Meiste Kalorien bei einem Lauf“, noch bei der  „7 Trainings pro Woche“ oder andere Auszeichnungen berücksichtigt. Nur eine Kleinigkeit, aber trotzdem Schade, dass das nicht funktioniert.

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