Blendensterne

Was
Der ein oder andere fragt sich jetzt sicher, was ich mit Blendensternen meine. Wer sich allerdings ein wenig mit der Fotografie beschäftigt, dem wird dieser Begriff vermutlich geläufig sein. Bei einem Blendenstern handelt es sich um ein Phänomen, welches in der Fotografie öfter auftritt. Als solcher wird eine Lichtquelle (z. B. Laterne, Sonne, etc.) bezeichnet, die auf dem Foto aussieht wie ein Stern.

Wie so oft bei manchen Themen, scheiden sich auch hier die Geister. Dem einen gefallen Blendensterne nicht, dem anderen dafür umso besser. Ich für meinen Teil bin ein großer Fan von sternförmigen Lichtquellen auf Fotos. Sonne? Laterne? Fokus-Assist-Light? Blendenstern!

Wie?
Aber wie bekommt man jetzt so einen Blendenstern hin? Naja, eigentlich ist es ganz einfach, aber es gibt ein paar Dinge, die man beachten kann um den Effekt zu verstärken. Der wichtigste Bestandteil ist das Objektiv. Je nach Bauart, kann es sein, dass dieser Effekt nur sehr schwer zu erzielen ist. Bei den meisten Olympus-Objektiven tut man sich da eher schwer oder es ist nur ein Stern zu erahnen. So viel ich dazu gefunden habe, empfindet Olympus es als eher „störend“, weshalb sie versuchen ihre Objektive so zu bauen, dass eben dies nicht auftritt.

Als Zweites kommt die Anzahl der Lamellen ins Spiel. Bei einem Objektiv mit gerader Anzahl an Lamellen tritt der Effekt leichter/stärker auf. Da sich diese gegenüber liegen, sind die Strahlen auch doppelt so lang – was aber nicht heißt, dass mit einer ungeraden Anzahl an Lamellen keine Blendensterne möglich sind.

Neben diesen beiden „Voraussetzungen“, bei denen man vom Hersteller abhängig ist, gibt es aber noch ein paar „Tricks“, mit denen man noch etwas mehr „heraus kitzeln“ kann. Je stärker der Kontrast, umso besser. Platziert die Lichtquelle also am besten nahe einer dunklen Kante – oder schneidet diese sogar ein bisschen. Je weiter geschlossen die Blende ist (große Zahl) umso besser ist der Effekt. Aber Vorsicht! Je nach Objektiv und Sensorgröße, verringert sich die Bildqualität, falls die Blende zu weit geschlossen ist (Stichwort Beugungsunschärfe!).

Eine kürzere Brennweite eignet sich meiner Erfahrung nach besser. Mit einem Weitwinkelobjektiv habt ihr also bessere Chancen wie mit einem Teleobjektiv. Gefühlt wirkt sich auch die Sensorgröße aus. Je größer der Sensor um so einfacher entstehen Blendensterne. Das ist allerdings nur eine Vermutung von mir.

Die Lichtquelle sollte im Übrigen möglichst rund sein. Allerdings hat man darauf als Fotografierender i. d. R. keinen Einfluss – außer man sucht sich ein anderes Motiv.

Und was ist mit Sternfiltern?
Auch solche habe ich schonmal ausprobiert. Mir persönlich gefällt der Effekt von diesen aber überhaupt nicht. Die Sternfilter werden in das Filtergewinde des Objektivs geschraubt und machen aus jeder beliebigen Bildquelle bei jeder Blende einen Stern, meist sehr dünn und über das ganze Bild.

Das kann je nach Motiv passen und dem Gesamtbild mehr Ausdruck verleihen, aber in den meisten Fällen wirkt es meiner Meinung nach übertrieben und unnatürlich.

Beispiele!
Aber nun genug Text! Hier ein paar Beispiele von Blendensternen.

Was haltet ihr von Blendensternen? Schön? Oder doch eher störend in einem Bild? Ihr habt noch Fragen? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

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